Das Spiel entstand für Konsolen mit sehr anderer Architektur
Die Umsetzung auf den PC ging schnell, und einen Teil der Arbeit, die heute der Grafiktreiber übernimmt, rechnet das Spiel auf eigene Weise.

Die PC-Fassung von GTA IV hat den Ruf, der am schlechtesten laufende Teil der Reihe zu sein. Der Ruf ist nicht unverdient — und vor allem hat er konkrete Ursachen, die sich zum großen Teil umgehen lassen.
Konkrete Bildraten nennen wir nicht: Sie hängen vom System, von der Spielfassung und davon ab, ob du die Complete Edition oder ein älteres Build hast. Wir nennen die Ursachen und was dagegen hilft.
Vier Ursachen, die sich addieren
Die Umsetzung auf den PC ging schnell, und einen Teil der Arbeit, die heute der Grafiktreiber übernimmt, rechnet das Spiel auf eigene Weise.
GTA IV kann die Arbeit nicht auf einen modernen Prozessor mit vielen Kernen verteilen. Ein schnellerer Prozessor mit weniger Kernen nützt ihm oft mehr als das Gegenteil.
Die Regler View Distance und Detail Distance sind mit Abstand die größten Fresser im Spiel. Auf Maximum bewältigt sie auch heutige Hardware nicht flüssig.
Die Ausgabe von 2020 verlor wegen abgelaufener Lizenzen zahlreiche Stücke aus den Radiosendern. Die Spielleistung beeinflusst das nicht, die Atmosphäre schon.
Nach Einfluss sortiert
Etwa bis zur Hälfte des Reglers. Darüber wächst der Aufwand schneller als der sichtbare Gewinn.
Er bestimmt, wie weit das Spiel Objekte zeichnet. In der Stadt bedeutet das Hunderte zusätzliche Gebäude.
Niedriger als View Distance. Er beeinflusst, wie weit Objekte in voller Qualität dargestellt werden.
Zusammen mit View Distance bildet er das Paar, das über die Leistung mehr entscheidet als alles andere.
Mittel. Die höchste Stufe ist bei diesem Spiel unverhältnismäßig teuer.
Schatten werden für jede Lichtquelle berechnet, und Liberty City ist voll davon.
Etwa ein Drittel des Reglers. Höhere Werte belasten den Prozessor, nicht die Grafik.
Jedes zusätzliche Auto ist Arbeit für einen Kern, der ohnehin schon ausgelastet ist.
Lass ruhig die native Auflösung. GTA IV ist an anderer Stelle begrenzt.
Der Engpass liegt im Prozessor und in den Zeichenweiten, nicht in der Zahl der Bildpunkte.
Die Complete Edition von 2020 unterscheidet sich vom ursprünglichen Spiel im Verhalten und in der Mod-Unterstützung. Die meisten älteren Anleitungen beschreiben die ursprüngliche Fassung und gelten für die Complete Edition nicht.
Die Physik des Spiels ist an die Bildrate gekoppelt. Bei sehr hohen Werten verhält sie sich unberechenbar — Autos hüpfen und Kollisionen werden falsch berechnet.
Der Unterschied im Bild ist klein, der Unterschied in der Leistung riesig. Willst du schöne Aufnahmen, dreh sie nur für diesen Moment hoch.
GTA IV lädt die Stadt während der Fahrt nach. Auf einer langsamen Platte zeigt sich das als Ruckeln, das wie Leistungsmangel aussieht, aber keiner ist.
Die Euphoria-Physik ist das, was das Spiel technisch abhebt — und am besten erkennst du sie an einem gewöhnlichen Sturz die Treppe hinunter.