Missionen: Grand Theft Auto

Du musst nicht zwingend jeden Auftrag erledigen. Entscheidend sind das geforderte Punkteziel und anschließend die Fahrt zum Ausgang des Kapitels.

Auf den ersten Blick wirkt das erste GTA wie ein Spiel über Chaos. Tatsächlich dreht es sich vor allem um Zahlen. Das am 28. November 1997 veröffentlichte Spiel von DMA Design folgt eher den Regeln eines Arcade-Automaten als denen späterer Serienteile: Die Zahl der Leben ist begrenzt, jedes Kapitel hat ein Punkteziel und ein Multiplikator bestimmt das Tempo.

Den wichtigsten Grundsatz erklärt das Spiel kaum: Du musst nicht alles erledigen. Ein Kapitel endet nicht erst nach dem letzten Auftrag, sondern sobald du genügend Punkte gesammelt und anschließend den Ausgang erreicht hast. Dieses Wissen verändert die gesamte Herangehensweise.

Eine zweite Lektion folgt meist nach einigen unnötigen Neustarts: Sterben und festgenommen werden sind nicht zwei Varianten desselben Fehlschlags. Die Zahlen machen den Unterschied deutlich.

Fortschrittssystem

Sechs Kapitel, drei Städte

Das Spiel umfasst sechs Abschnitte in Liberty City, San Andreas und Vice City. Jede Stadt wird mehr als einmal besucht.

Der Ablauf ist linear: Ein abgeschlossenes Kapitel schaltet automatisch das nächste frei. Die Stadt lässt sich nicht frei wählen.

Das erste Ziel: eine Million

Im ersten Kapitel musst du eine Million Punkte sammeln. In den folgenden Abschnitten steigt die Vorgabe.

Punkte sind nicht dasselbe wie Bargeld. Sie bestimmen den Fortschritt und werden für nahezu alle Aktionen in der Stadt vergeben.

Erst Punkte, dann zum Ausgang

Das Erreichen der Vorgabe beendet das Kapitel noch nicht. Danach musst du den markierten Zielort erreichen.

Gerade auf dieser letzten Fahrt scheitern viele unnötig: Das Punkteziel ist erfüllt, doch der Weg zum Ausgang bleibt gefährlich.

Aufträge an Telefonzellen

Ein Auftrag beginnt, sobald du eine klingelnde Telefonzelle berührst. Jedes Kapitel besitzt eine eigene Auswahl an Missionen.

Die Reihenfolge bestimmst du selbst. Kein einzelner Auftrag ist verpflichtend; sie lassen sich in beliebiger Folge angehen.

Multiplikator, Leben und Festnahme

Der Multiplikator wertet alles auf

Mit einem höheren Multiplikator bringt jede weitere Aktion mehr Punkte.

Er entscheidet maßgeblich darüber, ob du die Million in zwanzig Minuten oder erst nach einer Stunde erreichst.

Der Tod kostet alles

Nach dem Tod verlierst du ein Leben und deine gesamte Ausrüstung; außerdem fällt der Multiplikator auf seinen Anfangswert zurück.

Diese dreifache Strafe belohnt ein vorsichtigeres Spiel, als die Perspektive von oben zunächst vermuten lässt.

Eine Festnahme halbiert nur

Nimmt dich die Polizei fest, wird der Multiplikator nicht zurückgesetzt, sondern lediglich halbiert.

Das ist taktisch entscheidend: In einer aussichtslosen Lage mit hohem Multiplikator ist eine Festnahme günstiger als der Tod.

Leben sind begrenzt

Es gibt keine unbegrenzten Versuche. Sind alle Leben verbraucht, beginnt das Kapitel von vorn.

Sammle Boni für zusätzliche Leben auch dann ein, wenn du gerade nicht unter Zeitdruck stehst.

Praktische Vorgehensweise

Zuerst orientieren

Erkunde die Umgebung, bevor du einen schwierigen Auftrag annimmst, und merke dir Hauptstraßen sowie wichtige Anlaufstellen.

Die Kamera zeigt nur einen kleinen Bereich vor dem Fahrzeug. Kartenkenntnis ersetzt die fehlende Sichtweite.

Das Zielfahrzeug nicht zerstören

Halte dich bei Diebstahl- und Lieferaufträgen mit Schüssen und Zusammenstößen zurück: Zu großer Schaden kann die Mission unmöglich machen.

Das gilt auch für Explosionen in der Umgebung. Es spielt keine Rolle, wer das Fahrzeug in Brand gesetzt hat.

Chaos bringt ebenfalls Punkte

Nicht nur Missionen zählen. Amokläufe, Boni und zeitlich begrenzte Herausforderungen schließen die Lücke, wenn keine Aufträge mehr übrig sind.

Das hilft besonders in späteren Kapiteln, deren Punkteziel hoch und deren Missionszahl begrenzt ist.

Munition ist eine Ressource

Bewahre stärkere Waffen für einen Auftrag auf, statt sie in einer beliebigen Straßenschießerei zu verbrauchen.

Da beim Tod ohnehin die gesamte Ausrüstung verloren geht, ist ungenutzte gehortete Munition gleich doppelt vergeudet.

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema

Wie viele Missionen und Städte hat GTA 1?

Das Spiel besteht aus sechs Kapiteln in drei Städten: dem von New York inspirierten Liberty City, dem an San Francisco angelehnten San Andreas und dem von Miami geprägten Vice City. Jede Stadt wird mehrfach besucht; der Ablauf ist linear.

Muss ich in GTA 1 alle Missionen abschließen?

Nein. Die Aufträge sind nicht verpflichtend und können in beliebiger Reihenfolge gespielt werden. Für den Kapitelabschluss musst du das Punkteziel erreichen und danach zum markierten Ausgang fahren.

Ist es besser zu sterben oder sich festnehmen zu lassen?

Eine Festnahme ist günstiger. Beim Tod gehen ein Leben, die gesamte Ausrüstung und der Multiplikator verloren. Eine Festnahme halbiert den Multiplikator lediglich, was bei einem hohen Wert einen großen Unterschied macht.

Wie viele Punkte brauche ich für das nächste Kapitel?

Im ersten Kapitel ist eine Million erforderlich. Später steigt die Vorgabe, sodass derselbe Spielstil nicht mehr ausreicht und auch Punkte außerhalb der Telefonaufträge wichtig werden.

Wozu dient der Multiplikator in GTA 1?

Er erhöht den Punktwert jeder weiteren Aktion. Ohne ihn ist eine Million weit entfernt, mit ihm wächst der Punktestand deutlich schneller. Deshalb kann es sinnvoll sein, eine gefährliche Mission abzubrechen, statt den Multiplikator durch einen Tod zu verlieren.

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